
DIE TSV-DNA
Der TSV Billigheim 1895 e.V. ist einer der prägenden Vereine der Gemeinde Billigheim und seit mehr als
130 Jahren ein fester Bestandteil des sportlichen und gesellschaftlichen Lebens im Ort. Aus einem
reinen Turnverein, der im Jahr 1895 von 21 Billigheimern gegründet wurde, ist ein vielseitiger Turn- und
Sportverein geworden, der über Generationen hinweg Menschen zusammengebracht, Kinder und
Jugendliche gefördert und unzählige Erinnerungen geschaffen hat.
Heute steht der TSV für ein breites Vereinsleben mit Fußball, Turnen, Basketball, Fitness- und
Gymnastikangeboten, Einradfahren, Jugendarbeit, Veranstaltungen und einem aktiven Sportheim. Der
Verein ist sportliche Heimat für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, für aktive Sportlerinnen und
Sportler ebenso wie für Zuschauer, Helfer, ehemalige Spieler, Eltern, Förderer und Freunde des
Vereins.
Besonders sichtbar ist der TSV durch seine Fußballabteilung. Die erste Mannschaft spielt nach dem
Aufstieg 2025 und dem Klassenerhalt 2026 in der Landesliga Odenwald. Damit steht der TSV sportlich
auf einem Niveau, das in der Vereinsgeschichte immer wieder große Emotionen ausgelöst hat. Zugleich
bleibt der Verein aber bewusst mehr als seine erste Mannschaft. Die zweite Mannschaft, die Jugend, die
Basketballer, die Turn- und Fitnessgruppen, der Förderverein, die Helfer bei Veranstaltungen und die
vielen Menschen im Hintergrund bilden gemeinsam die TSV-Familie.
Das Vereinsgelände mit den Sportplätzen, dem Sportheim und den dazugehörigen Anlagen ist ein
Mittelpunkt des Vereinslebens. Dort wird trainiert, gespielt, gefeiert, organisiert und angepackt. Das
Sportheim ist nicht nur ein Gebäude, sondern ein Symbol für die Eigenleistung und den Zusammenhalt
des Vereins. Es wurde 1988 nach mehrjähriger Bauzeit und 17.500 ehrenamtlichen Arbeitsstunden
eingeweiht und ist bis heute ein zentraler Ort für Heimspiele, Sitzungen, Sportfeste, Besenfeste und
Mannschaftsabende.
Der TSV Billigheim ist damit ein Verein, der Tradition und Gegenwart verbindet. Er bewahrt seine
Geschichte, entwickelt sich aber immer weiter. Neue Sportangebote, Kooperationen, moderne
Vereinsstrukturen, Jugendschutz, Öffentlichkeitsarbeit, digitale Kommunikation und die Zusammenarbeit
mit Partnervereinen zeigen, dass der TSV auch im 21. Jahrhundert lebendig bleibt.
Unser Leitbild
Das Leitbild des TSV Billigheim beschreibt, wofür der Verein steht und woran sich sein Handeln
orientiert. Es ist aus der Geschichte des Vereins gewachsen und richtet zugleich den Blick nach vorne.
Gemeinschaft und Heimat
Der TSV Billigheim ist ein Ort der Begegnung. Menschen verschiedener Generationen, Hintergründe
und sportlicher Interessen finden hier eine gemeinsame Heimat. Der Verein verbindet den Ort, schafft
Zugehörigkeit und gibt vielen Menschen das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein.
Sport für alle
Der TSV versteht Sport als Möglichkeit zur Bewegung, zum Wettbewerb, zur Gesundheit, zur Freude
und zur persönlichen Entwicklung. Leistungssport und Breitensport gehören zusammen. Wer ehrgeizig
Fußball, Basketball oder Einrad fahren möchte, soll beim TSV ebenso Platz finden wie Menschen, die
sich fit halten, Gemeinschaft erleben oder einfach Freude an Bewegung haben.
Jugend fördern
Kinder und Jugendliche stehen im Mittelpunkt der Zukunft des Vereins. Der TSV möchte jungen
Menschen sportliche Perspektiven bieten, sie stärken, ihnen Verantwortung zutrauen und ihnen Werte
wie Fairness, Respekt, Teamgeist und Verlässlichkeit vermitteln.
Ehrenamt wertschätzen
Ohne Ehrenamt gibt es keinen TSV. Trainer, Betreuer, Vorstände, Platzwarte, Helfer, Kassierer,
Organisatoren und Unterstützer bilden das Fundament des Vereins. Der TSV will dieses Engagement
sichtbar machen, wertschätzen und neue Menschen dafür gewinnen.
Fairness, Respekt und Verantwortung
Der TSV steht für einen respektvollen Umgang miteinander - auf dem Platz, in der Halle, im Sportheim
und im Alltag. Entscheidungen sollen verantwortungsvoll getroffen werden. Erfolg ist wichtig, aber nie
wichtiger als Haltung, Zusammenhalt und Anstand.
Tradition bewahren, Zukunft gestalten
Der TSV ist stolz auf seine Geschichte seit 1895. Diese Tradition verpflichtet aber nicht zum Stillstand.
Der Verein möchte sich weiterentwickeln, moderne Strukturen schaffen, Kooperationen nutzen und offen
für neue Ideen bleiben.
Vereinsleben aktiv gestalten
Der TSV lebt nicht nur vom Sportbetrieb. Feste, Arbeitseinsätze, Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit,
Förderverein und persönliche Begegnungen machen den Verein vollständig. Das Vereinsleben gelingt
dort, wo Mitglieder nicht nur teilnehmen, sondern mitgestalten
"Der Weg ist das Ziel" - Die Vereinschronik des TSV Billigheim 1895 e.V.
Jahr / Zeitraum | Ereignis |
|---|---|
1895 | Gründung des Turnvereins Billigheim am 9. Dezember im Gasthaus 'Württemberger Hof' durch 21 Billigheimer. |
1905 | Feier des zehnjährigen Bestehens mit einem Festball im Gasthaus 'Zum Schwanen'. |
1914 | Unterbrechung des Vereinslebens durch den Ersten Weltkrieg und Neubeginn im Jahr 1919. |
1929 | Fahnenweihe und sportlicher Erfolg beim Turnfest in Heinsheim mit Goldenem Kranz und Ehrendiplom. |
1932 | Einweihung des Sportplatzes an der Grundschule und Aufnahme des Fußballs als eigene Abteilung. |
1946 | Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg als Turn- und Sportverein Billigheim. |
1957 | Einweihung des Sportplatzes am Heuweg als neue sportliche Heimat der Fußballabteilung. |
1962 | Meisterschaft der Fußballer in der A-Klasse und Aufstieg. |
1969 | Beginn der Damengymnastikgruppe, die später über Jahrzehnte ein fester Bestandteil des Vereinslebens wurde. |
1972 | Einweihung der Turnhalle und Entstehung der Basketballabteilung aus einem Einlagespiel zur Halleneröffnung. |
1978 | Erste große Basketball-Erfolge: Meisterschaft der Odenwaldliga und Aufstieg in die Bezirksliga. |
1979 | Der TSV zählt 560 Mitglieder und gehört damit zu den großen Sportvereinen des Kreises. |
1983 | 50 Jahre Fußballabteilung und Bekanntgabe des Baus eines neuen Sportplatzes. |
1988 | Einweihung des neuen Sportplatzes und des Sportheims; Bezirksliga-Aufstieg und Entscheidungsspiel um die Landesliga vor über 2.500 Zuschauern. |
1992 | Meister der Bezirksliga und Wiederaufstieg der Fußballer in die Landesliga. |
1995 | 100-jähriges Vereinsjubiläum mit fünftägigem Festprogramm. |
1998 | Rückkehr der Fußballer in die Landesliga und Gewinn des Kreispokals. |
2003 | 30 Jahre Basketballabteilung; erneuter Aufschwung und Kreisliga-Zeit im Basketball. |
2007 | Fußballer werden Meister der B-Klasse und steigen in die A-Klasse auf; Installation der Fotovoltaikanlage. |
2008 | Einradfahren etabliert sich als neue Sportart beim TSV. |
2010 | Bau der Bouleanlage durch die AH-Fußballer. |
2015 | Aufstieg der Fußballer in die Kreisliga nach Relegationssieg im Elfmeterschießen gegen den SV Dielbach. |
2016 | Gründung des Fördervereins des TSV Billigheim. |
2018 | Starke Jugenderfolge der SG Großgemeinde Billigheim mit Aufstiegen von B- und C-Junioren. |
2018 | Der TSV wird Partner der TSG Fußballschule von 1899 Hoffenheim. |
2019 | 50 Jahre Damengymnastikgruppe; Ehrungen für Rolf Brenner und Jürgen Derfuss im Rahmen der Aktion Ehrenamt. |
2020 | 125 Jahre TSV Billigheim; die geplanten Jubiläumsveranstaltungen werden wegen der Corona-Pandemie verschoben. |
2025 | Aufstieg der ersten Fußballmannschaft in die Landesliga Odenwald nach erfolgreicher Relegation. |
Die Gründung und die ersten Jahrzehnte
Die Gründung im Gasthaus 'Württemberger Hof'
Die Geschichte des TSV Billigheim beginnt am Sonntag, den 9. Dezember 1895. An diesem Tag kamen 21 Billigheimer im damaligen Gasthaus 'Württemberger Hof' zusammen und gründeten den Turnverein Billigheim. Damit legten sie den Grundstein für einen Verein, der das Leben im Ort über viele Generationen prägen sollte.
Die Gründungsversammlung wurde von Buchhalter Anmann einberufen. Er hielt eine Ansprache, in der er Sinn und Zweck des neuen Turnvereins erläuterte. Die anwesenden Männer begrüßten die Gründung und erkannten sie als zweckentsprechend an. Anschließend wurden die ersten Verantwortlichen gewählt. Anmann übernahm das Amt des Vorstandes und Geschäftsführers, Josef Zipf wurde Turnwart, Julius Schnupp Kassier und Emil Grobkinsky Beisitzer. Die Versammlung endete mit einem dreifachen 'Gut Heil'.
Der Verein war zu Beginn ein reiner Turnverein. Das entsprach der Zeit. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden vielerorts Turnvereine, in denen körperliche Ertüchtigung, Disziplin, Zusammenhalt und gesellschaftliches Leben zusammenkamen. Auch in Billigheim war der neue Verein mehr als ein Sportangebot. Er wurde zu einem Treffpunkt, an dem Menschen gemeinsam übten, Verantwortung übernahmen und ein Stück Dorfgemeinschaft gestalteten.
Schon die ersten Unterlagen zeigen, wie ernsthaft der Verein aufgebaut wurde. Es wurden Turngeräte angeschafft, darunter Reck, Sprungpferd und Stemmgewichte. Geturnt wurde teils im Freien, teils im Bürgersaal des Rathauses. Der Mitgliedsbeitrag betrug 20 Pfennig monatlich. Das originale Protokollbuch, beginnend im Jahr 1895, befindet sich bis heute im Besitz des TSV und ist ein bedeutendes Zeugnis der Vereinsgeschichte.
Ehrenpräsidium und frühes Vereinsleben
In der Gründerzeit spielte auch die Verbindung zum örtlichen Adel eine Rolle. Das Ehrenpräsidium übernahm Carl-Wenceslaus Graf zu Leiningen, Schlossherr zu Billigheim. Das Billigheimer Schloss wurde im Jahr 1902 ein Opfer der Flammen und brannte vollständig nieder. Auch diese historische Umgebung gehört zur frühen Vereinsgeschichte, denn der TSV entstand nicht losgelöst vom Ort, sondern mitten aus dem gesellschaftlichen Leben Billigheims heraus.
Bereits in den ersten Jahren entwickelte sich ein aktives Vereinsleben. Der Turnverein war nicht nur eine Übungsgruppe, sondern ein sozialer Ort. Training, Treffen, Feste und gemeinschaftliche Unternehmungen stärkten den Zusammenhalt. Schon 1905 feierte der Verein sein zehnjähriges Bestehen mit einem Festball im Gasthaus 'Zum Schwanen'. Das zeigt, dass der Verein nur zehn Jahre nach seiner Gründung fest im Ort angekommen war.
Kriegszeiten, Wiedergründung und sportlicher Neubeginn
Erster Weltkrieg und Neubeginn in den 1920er Jahren
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 fand das Vereinsleben ein vorläufiges Ende. Viele junge Männer wurden eingezogen, der Turnbetrieb konnte nicht wie gewohnt stattfinden, und die Vereinsarbeit musste ruhen. Wie in vielen Orten wurde auch in Billigheim deutlich, wie stark politische und gesellschaftliche Ereignisse das Vereinsleben beeinflussen konnten.
Erst im Jahr 1919 fanden sich wieder einige turnbegeisterte Männer zusammen, um den Turnverein erneut ins Leben zu rufen. In den folgenden Jahren nahm das Vereinsleben wieder Fahrt auf. Die Turner besuchten viele Turnfeste in der Umgebung und konnten dort Erfolge erzielen. Der TSV wurde wieder zu einem Ort, an dem Sport, Gemeinschaft und Lebensfreude nach den schweren Kriegsjahren möglich wurden.
Ein besonderer Höhepunkt der 1920er Jahre war das Jahr 1929. In diesem Jahr erhielt der Verein eine neue Fahne, die mit einer Fahnenweihe feierlich in das Vereinsleben aufgenommen wurde. Ebenfalls 1929 besuchten 15 Billigheimer Turner das Sportfest in Heinsheim und errangen den Goldenen Kranz mit Ehrendiplom. Diese Erfolge waren wichtige Zeichen der wiedererstarkten Vereinsgemeinschaft.
Die 1930er Jahre und der Einzug des Fußballs
Die 1930er Jahre brachten eine entscheidende Erweiterung. Der ursprünglich reine Turnverein öffnete sich immer stärker weiteren Sportarten. Der Sportplatz an der Grundschule wurde 1932 eingeweiht und bot neue Möglichkeiten für Training und Wettkampf. Neben Turnen und Leichtathletik rückte vor allem der Fußball in den Mittelpunkt des Interesses vieler junger Männer.
Ab 1933 wurde Fußball als eigene Abteilung im Turnverein geführt. Damit begann ein Kapitel, das die Geschichte des TSV Billigheim bis heute besonders stark prägt. Aus ersten Ballspielen im Rahmen des volkstümlichen Turnens entwickelte sich ein organisierter Fußballbetrieb. Der Verein blieb vielseitig, aber der Fußball wurde zunehmend zur treibenden Kraft des TSV.
Gleichzeitig war diese Zeit gesellschaftlich schwierig. Noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs war das Vereinsleben bereits durch politische Einflüsse und veränderte Rahmenbedingungen geprägt. Mit dem Krieg kam der Sportbetrieb erneut weitgehend zum Erliegen. Viele Mitglieder wurden eingezogen, und das Vereinsleben musste zum zweiten Mal in kurzer historischer Folge einen schweren Bruch erleben.
Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg
Nach dem Zweiten Weltkrieg musste der Verein neu beginnen. Am 18. Mai 1946 wurde in einer außerordentlichen Generalversammlung im Gasthaus 'Zum Schwanen' die Wiedergründung vollzogen. Aus dem bisherigen Turnverein wurde nun der Turn- und Sportverein Billigheim. Diese Umbenennung spiegelte wider, dass der Verein inzwischen weit mehr war als ein reiner Turnverein.
Neben dem Turnen war der Fußball inzwischen zur größten und prägenden Abteilung geworden. Außerdem gab es Handball, Leichtathletik, Theater, Tanzabende, Ausflüge und weitere gesellige Veranstaltungen. Nach den schweren Kriegsjahren war der TSV ein Ort, an dem Menschen wieder zusammenkamen und Normalität, Freude und Gemeinschaft erleben konnten. Schon 1949 zählte der Verein 160 Mitglieder.
Der Fußball als prägende Kraft
Aufbau, Sportplatz am Heuweg und erste große Erfolge
Der Fußball wurde nach dem Zweiten Weltkrieg endgültig zu einer zentralen Säule des TSV. Generationen von Spielern liefen im blau-weißen Trikot auf, Kinder begannen in der Jugend, wechselten später in den Herrenbereich und wurden nach ihrer aktiven Zeit Trainer, Betreuer, Funktionäre, Helfer oder treue Zuschauer. Der Fußball prägte die Außenwirkung des Vereins und wurde zugleich ein wichtiger Teil der Billigheimer Identität.
In den 1950er Jahren rückte die Fußballabteilung immer stärker in den Mittelpunkt. 1954 hatte die Mannschaft die Chance, in die 2. Amateurliga aufzusteigen. Das entscheidende Spiel gegen die SpVgg Neckarelz ging jedoch knapp mit 0:1 verloren. Der Traum vom Aufstieg erfüllte sich damals noch nicht, doch die Ambitionen der Fußballer waren deutlich sichtbar.
Ein wichtiger Meilenstein folgte 1957 mit der Einweihung des Sportplatzes am Heuweg. Der neue Sportplatz wurde zur sportlichen Heimat der Fußballabteilung und in den folgenden Jahrzehnten zu einem Ort unzähliger Spiele, Siege, Niederlagen, Feste und Erinnerungen. Die Anlage am Heuweg bildete das Fundament für die weitere Entwicklung des Fußballs beim TSV.
Die 1960er Jahre brachten sportlichen Aufschwung. 1962 wurden die Fußballer Meister der A-Klasse und stiegen auf. In der Folge etablierte sich der TSV unter den Spitzenvereinen der Region Odenwald. Die Fußballer feierten Erfolge im Kreis und überregional. 1965 feierte der Verein zudem sein 70-jähriges Bestehen mit einem großen Festwochenende und einem vielfältigen sportlichen Programm.
Auf und Ab der Spielklassen
Die Geschichte der ersten Mannschaft ist über viele Jahrzehnte hinweg von Aufstiegen, Abstiegen, Neuaufbauten und starken Phasen geprägt. Die Fieberkurve der ersten Mannschaft zwischen 1947 und 2019 zeigt eindrucksvoll, wie wechselhaft und lebendig Amateurfußball sein kann. Über längere Zeiträume bewegte sich der TSV in A-Klasse, Bezirksliga beziehungsweise Kreisliga und Landesliga beziehungsweise 2. Amateurliga. Immer wieder gelang der Sprung nach oben, immer wieder mussten aber auch Rückschläge verarbeitet werden.
Wichtige sportliche Stationen waren unter anderem die Aufstiege 1954/55, 1961/62, 1982/83, 1984/85, 1987/88, 1991/92, 1997/98, 2006/07 und 2014/15.
Ebenso gehören Abstiege 1970/71, 1971/72, 1972/73, 1988/89, 1996/97, 2002/03, 2003/04 und 2004/05 zur Vereinsgeschichte.
Diese Entwicklung zeigt: Der TSV hat große Erfolge gefeiert, aber auch schwierige Phasen durchlebt und sich immer wieder neu aufgerichtet.
Die 1980er Jahre: neuer Sportplatz und Landesliga-Traum
Die 1980er Jahre zählen zu den prägendsten Jahrzehnten der Fußballgeschichte des TSV. 1983 feierte die Fußballabteilung ihr 50-jähriges Bestehen. Im Rahmen dieses Jubiläums wurde der Bau eines neuen Sportplatzes bekanntgegeben. Der alte Platz war stark renovierungsbedürftig, doch aus dieser Herausforderung entstand eine große Chance für den Verein.
1988 konnte der neue Sportplatz eingeweiht werden. Pünktlich zu diesem Ereignis gelang den Fußballern ein sportlicher Erfolg: Mit einem 3:2-Sieg gegen den Ortsnachbarn Waldmühlbach stieg der TSV wieder in die Bezirksliga auf. Die Sportplatzeinweihung, der Aufstieg und die große Euphorie im Umfeld machten diese Phase zu einem besonderen Abschnitt der Vereinsgeschichte.
Wenige Wochen später folgte ein denkwürdiges Entscheidungsspiel. Am 19. Mai 1988 traf der TSV in Schefflenz auf Sulzbach. Es ging um den Aufstieg in die Landesliga Odenwald. Vor mehr als 2.500 Zuschauern musste sich der TSV knapp mit 1:2 geschlagen geben. Auch wenn der Aufstieg damals verpasst wurde, blieb dieses Spiel als eines der großen Fußballereignisse des Vereins in Erinnerung.
Die 1990er Jahre: Landesliga, 100 Jahre TSV und Pokalsieg
Nach dem Abstieg 1989 in die Bezirksklasse schafften die Fußballer 1992 den erneuten Wiederaufstieg in die Landesliga. Als Meister der Bezirksliga kehrte der TSV auf die größere Fußballbühne zurück. Die Meisterschaft und die anschließenden Feierlichkeiten gehörten zu den prägenden Momenten der 1990er Jahre.
1995 feierte der TSV sein 100-jähriges Bestehen. Vom 25. bis 29. Mai wurde fünf Tage lang gefeiert. Das Programm umfasste sportliche Veranstaltungen, Festbetrieb, Musik, Ehrungen und zahlreiche Begegnungen. Im Jubiläumsjahr hatte der Verein rund 500 Mitglieder und bestand aus den Abteilungen Fußball, Turnen und Basketball. Am 27. Mai 1995 erhielt der damalige 1. Vorsitzende Dieter Redler die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg.
Auch sportlich blieb die Zeit bewegt. Nach einem Abstieg gelang 1998 die Rückkehr in die Landesliga. Im selben Jahr holte der TSV auch den Kreispokal. Das Finale gegen den VfR Fahrenbach endete mit einem deutlichen 5:1-Erfolg. Die Schlagzeile 'Der Meister holte auch den Pott' fasste diese besondere Phase treffend zusammen. Neben der ersten Mannschaft konnte auch die 1B-Mannschaft im sogenannten Millenniumjahr eine Meisterschaft feiern.
Die 2000er und 2010er Jahre: Rückschläge und Wiederaufbau
Das neue Jahrtausend brachte für die Fußballer zunächst schwierige Zeiten. Nach erfolgreichen Landesliga- und Bezirksliga-Jahren musste der TSV sportliche Rückschläge hinnehmen und fand sich zeitweise in der B-Klasse wieder. Diese Phase war schmerzhaft, aber sie wurde zu einem Ausgangspunkt für Neuaufbau und neue Energie.
2007, ein Jahr vor dem 75-jährigen Jubiläum der Fußballabteilung, gelang der Wiederaufstieg in die A-Klasse. Die Mannschaft wurde Meister der B-Klasse und setzte damit ein deutliches Zeichen für den sportlichen Neuanfang. Dieser Aufstieg bewies, dass der TSV auch nach schwierigen Jahren die Kraft hatte, wieder nach oben zu kommen.
Ein weiterer Höhepunkt folgte 2015. Nach dem zweiten Platz in der Kreisklasse A qualifizierte sich der TSV für das Relegationsspiel gegen den SV Dielbach. Am 17. Juni 2015 kam es auf dem Sportgelände in Dallau zu einem packenden Entscheidungsspiel. Nach einem 0:0 nach Verlängerung setzte sich Billigheim im Elfmeterschießen mit 1:4 Treffern durch und stieg in die Kreisliga auf. Für Mannschaft, Fans und Verein war dieser Tag ein emotionaler Höhepunkt.
Turnen, Gymnastik, Fitness und Einradfahren
Turnen als Ursprung des Vereins
Das Turnen ist der Ursprung des TSV. Aus dem Turnverein von 1895 entwickelte sich der heutige Turn- und Sportverein. Auch wenn der Fußball später zur stärksten Außenwirkung des Vereins wurde, blieb der Turn- und Bewegungsbereich ein wichtiger Bestandteil der Vereinsidentität. Hier zeigte sich immer wieder, dass der TSV nicht nur Wettkampfsport, sondern auch Gesundheit, Bewegung und Gemeinschaft ermöglicht.
Der Wunsch nach einer eigenen Turnhalle begleitete den Verein über viele Jahrzehnte. Erst 1972 wurde dieser Wunsch Wirklichkeit. Mit der Einweihung der Turnhalle erhielten die Turnerinnen und Turner eine feste sportliche Heimat. Die Halle ermöglichte regelmäßigen Übungsbetrieb, neue Angebote und eine breitere Entwicklung des Vereins.
Damengymnastik und Fitnessangebote
1969 entstand unter der Leitung von Elisabeth Linder eine Gymnastikgruppe für Frauen. Was mit dem Wunsch begann, jede Woche gemeinsam Sport zu treiben, entwickelte sich über Jahrzehnte zu einer festen Größe im TSV. Die Damengymnastikgruppe verband Bewegung mit Gemeinschaft, Ausflügen, Wanderungen, Festen und geselligem Miteinander.
1991 übernahm Donate Kalamari die Abteilung und ermöglichte durch eine Fortbildung zur 'Juli-Da-Turn'-Übungsleiterin neue Impulse im Training. Ab 1996 führte Heike Noe die Gruppe weiter und entwickelte aus dem Angebot 'Aero-Billigheim'. Step-Aerobic, Gymnastik und Fitness hielten Einzug. Auch später kamen neue Trainerinnen hinzu, sodass das Angebot lebendig blieb und sich an veränderte Interessen im Freizeitsport anpasste.
2019 feierte die Damengymnastikgruppe ihr 50-jähriges Bestehen. Die Entwicklung der Gruppe zeigt, dass der TSV über Jahrzehnte hinweg nicht nur leistungsorientierten Mannschaftssport bot, sondern auch Gesundheitssport, Bewegung und ein soziales Zuhause für viele Mitglieder.
Einradfahren als junge Sportart
Seit 2008 etablierte sich mit dem Einradfahren eine neue Sportart beim TSV. Besonders junge Mädchen begeisterten sich für diese Bewegungsform und erzielten schon bald beachtliche Erfolge bei Wettbewerben. Das Einradfahren steht beispielhaft dafür, wie offen der TSV für neue Ideen und Angebote ist, wenn Menschen im Verein bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und eine Sportart mit Leben zu füllen. Augrund von Trainermangel konnte die Einradgruppe später nicht mehr angeboten werden.
Die Geschichte des Basketballs in Billigheim
Der Ursprung: ein Einlagespiel zur Halleneröffnung
Die Geschichte des Basketballs in Billigheim beginnt Anfang der 1970er Jahre. Der eigentliche Auslöser war ein Einlagespiel im Jahr 1972 anlässlich der feierlichen Eröffnung der Schulsporthalle in Billigheim. Initiiert wurde dieses Spiel durch den damaligen Billigheimer Lehrer Hartmut Engler, der im Ort von Haustür zu Haustür ging, um Jugendliche für diese damals noch ungewohnte Sportart zu begeistern.
Gespielt wurde gegen die erfahrene Mannschaft des SV Dallau, die bereits seit mehreren Jahren Basketball spielte. Das Spiel ging mit 90:20 deutlich verloren. Dennoch war die Wirkung groß: Einige Billigheimer ließen sich von dieser Sportart anstecken. Besonders Dieter Neumahr war von Basketball begeistert und wurde zu einer prägenden Figur der Abteilung.
Zunächst lief Basketball unter dem damaligen Rektor Volker Rodewald als Arbeitsgemeinschaft an der Schule. Der erste Trainer war Peter Müller, Sportlehrer an der Neckarsulmer Realschule. Aus versicherungstechnischen Gründen wurde im September 1973 die Zugehörigkeit zum TSV hergestellt. Peter Müller wurde erster Abteilungsleiter, ehe Werner Neumahr ab 1977 das Amt offiziell übernahm.
Von Beginn an war Basketball eng mit dem TSV verbunden. Der damalige Vorstand Ernst Sommer stand der neuen Sportart offen gegenüber. Diese Unterstützung war wichtig, denn sie gab der jungen Abteilung Rückhalt im Verein. Basketball war somit von Anfang an gut im TSV verankert und wurde ein stolzer Teil der TSV-Familie.
Erste Erfolge und Basketball-Boom
In der Saison 1977/78 wurde die Mannschaft erstmals Meister der Odenwaldliga und stieg in die Bezirksliga auf. Zwar folgte in der Saison 1978/79 der sofortige Wiederabstieg, doch schon 1979/80 wurde Billigheim erneut Meister. In der Qualifikation gegen Rohrbach/Boxberg verpasste man den erneuten Aufstieg, blieb aber sportlich ambitioniert.
Ende der 1970er Jahre erlebte Basketball in Billigheim einen regelrechten Boom. Neben der ersten Mannschaft konnten zeitweise auch eine zweite Mannschaft und eine Jugendmannschaft gemeldet werden. Trainer der ersten Mannschaft war von 1976 bis 1983 Günter Banschbach. Zu den Gründungsmitgliedern und Spielern der ersten Runde gehörten unter anderem Dieter Neumahr, Werner Neumahr, Peter Müller, Volker Rodewald, Wolfram Schulz, Helmut Fichter, Michael Bothe, Bernhard Kreisel, Fred Schönweitz, Hans-Werner Vogt, Walter Vogt und Günther Huller.
Ein besonderes Kapitel dieser frühen Jahre war die kurze Verstärkung durch amerikanische Spieler. Matthew Snow und Terry, beide in Dallau stationiert, liefen zeitweise für Billigheim auf. Snow absolvierte zwei Spiele für den TSV, verschwand danach jedoch wieder. Auch im Pokal sammelte die Mannschaft besondere Erfahrungen: 1976 erreichte Billigheim in der Pokalrunde einen starken zweiten Platz und qualifizierte sich für den Badischen Pokal, wo gegen die Oberliga-Mannschaft aus Sandhausen früh Schluss war.
Die Basketballer waren nicht nur sportlich aktiv, sondern von Beginn an in das Vereinsleben eingebunden. Bei Sportfesten traten sie regelmäßig auch als Fußballmannschaft gegen andere Gruppierungen an. Außerdem entwickelte sich die Tradition, dass die Basketballer am Sportfest den Cola-Stand übernahmen - eine Aufgabe, die über viele Jahre zur Abteilung gehörte.
Die 1980er Jahre: internationale Erlebnisse, Umbruch und Neuaufbau
1980 nahm der TSV an einem Turnier im französischen Montereau-Fault-Yonne nahe Paris teil. Aufgrund der Größe und körperlichen Präsenz der Billigheimer Spieler wurde die Mannschaft von den Organisatoren schnell als Geheimfavorit gehandelt. Gegen französische Zweitligateams zeigte sich jedoch, dass dort auf einem anderen Niveau gespielt wurde. Trotzdem blieb dieses Turnier ein unvergessenes Erlebnis der Abteilung.
In den 1980er Jahren folgten Umbrüche. Zur Saison 1982/83 mussten die zweite Mannschaft und die Jugendmannschaft abgemeldet werden, da viele Spieler aus schulischen oder beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung standen. 1983 übernahm Heinz Schmitt für eine Wahlperiode das Amt des Abteilungsleiters. Zur Saison 1984/85 wurde die Mannschaft nach einem Neuaufbau wieder zum Rundenspielbetrieb angemeldet.
1986/87 wurde Norbert Marx als Trainer verpflichtet. In dieser Zeit kamen mehrere frühere Spieler zur Mannschaft zurück, darunter Walter Vogt, Dietmar Müller, Michael Scherer, Andreas Elhof, Michael Fischer, Albert Schulz und Stefan Pauler. Neue Regeln wie die Drei-Punkte-Linie veränderten das Spiel zusätzlich. Mit jungen Spielern und einem Jugendturnier im Sommer 1988 blickte die Abteilung wieder optimistisch nach vorne.
Die 1990er Jahre: Kameradschaft und Aufbauarbeit
In den 1990er Jahren blieb Basketball in Billigheim lebendig, auch wenn es immer wieder personelle Veränderungen gab. Anfang der 1990er spielten unter anderem Sebastian Bechtold, Heiko Kullmann und Michael Hartmann eine wichtige Rolle. Zur Saison 1993/94 erreichte die Mannschaft einen guten vierten Platz. Michael Fischer wurde in dieser Spielzeit viertbester Korbschütze der Liga.
1994 stieß Bernhard Armbruster zur Abteilung. Da er als Schiedsrichter besonders wertvoll war, engagierte er sich bald auch als Spielertrainer. Ein besonderes Merkmal dieser Zeit war die enge Verbindung von Sport und Geselligkeit. Nach Spielen traf man sich häufig im Rappskeller, wo sich mit den 'Zigeunern' und den 'Bad Raps' eine eigene Basketballkultur entwickelte. Auch Kontakte zu amerikanischen Soldaten spielten zeitweise eine Rolle.
Die späten 1990er waren sportlich anspruchsvoll. Viele erfahrene Spieler verließen den Verein, junge Spieler rückten nach, und Trainer wie Albrecht Schulz und Michael Nies mussten Aufbauarbeit leisten. Gerade diese Phase zeigte, dass die Abteilung nicht allein von Erfolgen lebte, sondern von Menschen, die in schwierigen Zeiten weitermachten.
Die 2000er Jahre: Jugendtraining, Jubiläum und Kreisliga
Um die Jahrtausendwende begann eine neue Phase. Michael Fischer, Markus Steinheim und Sebastian Neubeck brachten wieder Schwung in das Jugendtraining. Anfangs kamen Kinder und Jugendliche nur zögerlich, doch nach und nach wuchs das Interesse. Im Sommer 2001 gewann eine junge TSV-Mannschaft beim Turnier der 'Old Bones' ihren ersten Turniersieg.
2002 wurde Christian Preusler zum Abteilungsleiter gewählt. In dieser Zeit gelang es, Herrenbereich und Jugendarbeit wieder enger miteinander zu verbinden. 2003 feierte die Basketballabteilung ihr 30-jähriges Bestehen. Viele ehemalige Basketballer nahmen an der Feier teil. Sportlich gelang 2003 überraschend der Aufstieg in die Kreisliga.
Die folgenden Jahre blieben schwierig. Die Mannschaft hatte immer wieder mit Personalproblemen zu kämpfen. In der Saison 2007 kam es zu einem Tiefpunkt, als zeitweise nicht genügend Spieler zur Verfügung standen. Doch die Abteilung fand erneut Wege, weiterzumachen. 2008/09 erreichte der TSV in der Kreisliga B den dritten Platz, 2009 kehrte man in den Odenwald-Spielbetrieb zurück.
Die 2010er Jahre bis 2020: Meisterschaften, Landesliga und schwierige Zeiten
Ein großer sportlicher Höhepunkt folgte in der Saison 2010/11. Nach personellen Verstärkungen, unter anderem aus Mosbach, spielte der TSV eine starke Runde und wurde ungeschlagen Meister der Kreisliga A. Auch in der Saison 2011/12 spielte die Mannschaft wieder ganz vorne mit und wurde erneut Meister. Damit begann eine neue erfolgreiche Phase des Basketballs in Billigheim.
Zur Saison 2013/14 spielte der TSV in der Landesliga. Die Wege wurden länger, das Niveau höher, und die Mannschaft musste sich mit Gegnern aus der Rhein-Neckar-Region messen. Trotzdem zeigte Billigheim, dass auch ein kleiner Verein mit guter Organisation, Zusammenhalt und sportlicher Qualität auf diesem Niveau bestehen kann. Beim 40-jährigen Abteilungsjubiläum wurden zahlreiche ehemalige Spieler eingeladen und die Geschichte der Abteilung gemeinsam gefeiert.
Auch in den folgenden Jahren blieb Basketball ein wichtiger Teil des TSV. Die Mannschaft spielte weiter in höheren Spielklassen, musste aber immer wieder mit personellen Engpässen, beruflichen Veränderungen und Verletzungen umgehen. Im Jugendbereich suchte der TSV nach neuen Wegen und kooperierte zeitweise mit dem TSV Buchen, um Jugendlichen weiterhin Training und Spielbetrieb zu ermöglichen.
2019 endete eine prägende Ära: Christian Preusler legte nach vielen Jahren als Spieler, Organisator, Trainer und Abteilungsleiter seine Ämter nieder. Sebastian Bechtold übernahm die Trainertätigkeit, unterstützt von Norbert Marx. Andreas Fischer kehrte als Abteilungsleiter zurück. Die Saison 2019/20 wurde durch die Corona-Pandemie unterbrochen. Für den Hallensport war dies ein harter Einschnitt. Dennoch blieb die Basketballabteilung ein wichtiger Bestandteil der TSV-Geschichte.
Infrastruktur, Sportheim, Sportgelände und Vereinsarbeit
Sportplätze und Sportheim
Die Geschichte des TSV ist eng mit seinen Sportstätten verbunden. Vom Bürgersaal und den ersten Übungsplätzen über den Sportplatz an der Grundschule bis zur Anlage am Heuweg zeigt sich, dass Sport immer auch Räume braucht, in denen Gemeinschaft entstehen kann. Der Sportplatz am Heuweg wurde 1957 eingeweiht und über Jahrzehnte zur Heimat des Fußballs.
In den 1980er Jahren wurde der neue Sportplatz gebaut und 1988 eingeweiht. Die dafür notwendige Bachverlegung war zunächst umstritten, gelang aber so gut, dass sie bald kaum noch Thema war. Der neue Platz war die Grundlage für weitere sportliche Entwicklung und große Heimspieltage.
Ein ebenso bedeutendes Projekt war der Bau des Sportheims. Im Juni 1988 konnte der TSV sein eigenes Sportheim einweihen. 174 freiwillige Helfer leisteten in der mehrjährigen Bauzeit 17.500 Arbeitsstunden. Der Arbeitsstil erinnerte an die 'Chinesische Mauer': Eimer für Eimer wurde Beton über Gerüste nach oben getragen. Diese Zahl und diese Bilder stehen bis heute sinnbildlich für die Bereitschaft, im TSV anzupacken.
Das Sportheim wurde später mehrfach renoviert. In den 2010er Jahren wurden unter anderem Umkleidekabinen und Duschen erneuert, Fenster ausgetauscht, Dachflächen saniert, der Speicherboden isoliert, der Balkon erneuert und im Saunabereich eine Küche eingebaut. Mit dem Zeltanbau auf der Nordseite entstanden zusätzliche Möglichkeiten für Sportfeste, Mannschaftsfeiern, Besenfeste und weitere Veranstaltungen.
2023/24 folgte eine weitere große Investition in das Sportheim. Die alte Öl-Heizungsanlage wurde wegen akuter Altersmüdigkeit gegen eine moderne und effiziente Wärmepumpe getauscht. In diesem Zuge musste die Sauna weichen und wurde zur "Industrieküche" umgebaut. Der Heizöl-Tankraum wurde zur Lagerfläche umfunktioniert.
Technische Entwicklung und Pflege der Anlagen
Auch bei der Pflege und Weiterentwicklung seiner Anlagen ging der TSV mit der Zeit. Die Installation einer Fotovoltaikanlage im Jahr 2007 wurde zunächst teilweise skeptisch betrachtet, erwies sich aber als zukunftsträchtige Entscheidung und sorgte für regelmäßige Einnahmen. Später erhielt der Verein mit dem Mähroboter 'Robby' Unterstützung bei der Platzpflege. Das Ergebnis ließ sich sehen: Der Rasen wurde zuverlässig gepflegt, und die Ehrenamtlichen wurden entlastet.
Solche Beispiele zeigen, dass Vereinsarbeit nicht nur aus Spielen und Veranstaltungen besteht. Infrastruktur, Energie, Pflege, Organisation und vorausschauende Entscheidungen bilden die Grundlage dafür, dass Sport überhaupt stattfinden kann.
Da sich Ende 2025 niemand mehr für die Abstreuaufgaben der beiden Sportplätze finden lies, investierte der Verein 2026 in einen Abstreuroboter der nunher "Semi-Autonom" die Markierarbeiten durchführt. Auch der 20 Jahre alte Aufsitzmäher musste erneuert werden und wurde durch einen modernen Hochgrasmäher ersetzt.
Jugend, Spielgemeinschaften und Nachwuchsarbeit
Die Jugendarbeit ist eine der wichtigsten Aufgaben des TSV. Schon immer war der Verein darauf angewiesen, Kinder und Jugendliche für Sport zu begeistern und sie Schritt für Schritt an den Erwachsenenbereich heranzuführen. Gleichzeitig veränderten sich die Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahrzehnten deutlich. Größere Freizeitangebote, rückläufige Geburtenzahlen und veränderte Lebensgewohnheiten führten dazu, dass Jugendmannschaften immer schwieriger allein aus einem Ort gestellt werden konnten.
Innerhalb der Großgemeinde Billigheim entstand deshalb eine engere Zusammenarbeit. Aus der Kooperation der Jugendmannschaften entwickelte sich die SG Großgemeinde Billigheim. Diese Zusammenarbeit trug besonders in den Spielzeiten 2017/18 und 2018/19 Früchte. Die B-Jugend wurde 2017/18 Meister der Kreisliga und stieg in die Landesliga Odenwald auf. Auch die C-Jugend stieg im selben Erfolgsjahr als Vizemeister der Kreisliga in die Landesliga auf.
In der Saison 2018/19 spielte erstmals die A-Jugend in der Verbandsliga Nordbaden, nachdem sie Meister der Landesliga Odenwald geworden war. Diese Erfolge zeigten, wie leistungsfähig die Jugendspielgemeinschaft sein konnte. Sie war ein Beispiel dafür, dass Zusammenarbeit nicht nur eine Notlösung sein muss, sondern sportliche Perspektiven schaffen kann.
Auch in der jüngeren Vereinsarbeit blieb die Verbindung zwischen Jugend und Herrenbereich ein wichtiges Thema. Junge Spieler sollen frühzeitig an den Aktivenbereich herangeführt werden. Trainingseinheiten mit A-Jugendlichen im Herrenbereich, persönliche Ansprache und die enge Begleitung durch Trainer und Verantwortliche sind wichtige Bausteine, um die Zukunft des TSV zu sichern.
Seit 2018 ist der TSV Billigheim außerdem Partner der TSG Fußballschule von 1899 Hoffenheim für die Region Odenwald. Dank zweier Rasenplätze, vier Umkleidekabinen und guter logistischer Bedingungen bietet die Sportanlage in Billigheim ideale Voraussetzungen. Jedes Jahr in den Osterferien kommen zahlreiche Kinder nach Billigheim, trainieren mit ausgebildeten Jugendtrainern, absolvieren Theorie- und Praxiseinheiten und erleben ein Abschlussturnier. Für den TSV ist diese Partnerschaft ein sichtbares Zeichen guter Infrastruktur, guter Organisation und lebendiger Nachwuchsarbeit.
Förderverein, Ehrenamt und Veranstaltungen
Ehrenamt als Fundament
Die Geschichte des TSV wäre ohne Ehrenamt nicht denkbar. Vorstandschaft, Trainer, Übungsleiter, Betreuer, Platzwarte, Kassierer, Schriftführer, Helfer bei Festen, Eltern in der Jugend, Sponsoren und viele stille Unterstützer haben den Verein über Generationen getragen. Sie organisieren Spieltage, pflegen Anlagen, schreiben Berichte, bewirten Gäste, planen Veranstaltungen, suchen Lösungen und halten den Verein am Laufen.
Besonders sichtbar wurde die Wertschätzung des Ehrenamts im Jahr 2019. Rolf Brenner wurde für sein jahrelanges Engagement beim TSV durch den Badischen Fußballverband geehrt und für ein Jahr in den 'Club der 100' des DFB gewählt. Auch Jürgen Derfuss wurde 2019 im Rahmen der Aktion Ehrenamt durch den DFB mit einer Urkunde ausgezeichnet. Solche Ehrungen stehen stellvertretend für viele Menschen, die den TSV geprägt haben.
Förderverein
Ein wichtiger organisatorischer Schritt war die Gründung des Fördervereins des TSV Billigheim am 22. Juli 2016. Steuerliche Gesetzesänderungen führten dazu, dass der TSV einen eigenen Förderverein gründete. 29 Mitglieder wählten Rolf Brenner zum ersten Vorstand. Der Förderverein übernahm laut Satzung die Durchführung gesellschaftlicher Veranstaltungen wie Sportfest, Besenfest und weiterer Vereinsfeste.
Im Jubiläumsjahr 2020 zählte der Förderverein 44 Mitglieder. Auch in den Jahren danach blieb er ein wichtiger Partner des Hauptvereins. Er unterstützt das Vereinsleben organisatorisch und finanziell und trägt dazu bei, dass Veranstaltungen weiterhin durchgeführt und Vereinsprojekte umgesetzt werden können.
Sportfeste, Besenfeste und Vereinsleben
Veranstaltungen gehören seit den frühen Jahren zum TSV. Schon 1905 wurde das zehnjährige Bestehen mit einem Festball gefeiert. Später kamen Sportfeste, Jubiläen, Fußballturniere, Hallenveranstaltungen, Besenfeste, Jugendturniere, AH-Spiele und viele weitere Formate hinzu. Diese Veranstaltungen sind für den Verein nicht nur Einnahmequellen, sondern auch Orte der Begegnung.
Das Besenfest und das Sportfest sind Beispiele für Veranstaltungen, bei denen sich der TSV als Gesamtverein zeigt. Basketball, Fußball, Jugend, AH, Helfer, Förderverein und Gaststätte greifen ineinander. Ob Kochkäsbrot, Sportprogramm, Jugendspiele, Musik, Bewirtung oder Helferdienste - solche Veranstaltungen machen sichtbar, dass ein Verein mehr ist als der Spielbetrieb am Wochenende.
Altpapiersammlung
Eine besondere Form des Ehrenamts und der Vereinsfinanzierung ist die Altpapiersammlung. Ihre Anfänge gehen auf das Jahr 1973 zurück. Nachdem der Kirchenverein die Sammlung nicht mehr weiterführen konnte, übernahm der TSV diese Aufgabe. Anfangs wurde das Papier mit Traktoren, viel Handarbeit und großen Sammelaktionen eingesammelt. Jede Sammlung war ein Kraftakt, aber auch ein Zeichen gemeinsamer Verantwortung.
Später wurde die Sammlung professionalisiert. Container am Güterbahnhof, Unterstützung durch Firmen und regelmäßige Abläufe erleichterten die Arbeit. Über Jahrzehnte kamen rund 6.000 Tonnen Altpapier zusammen. Das war nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern stellte auch eine wichtige Einnahmequelle für den Verein dar. Die Altpapiersammlung zeigt, dass Vereinsarbeit oft dort geschieht, wo sie nicht sofort sichtbar ist - im Hintergrund, zuverlässig und über viele Jahre hinweg.
Nach fast 50 Jahren wurde 2024 das letzte mal Altpapier gesammelt. Steter "Fahrer- und Schleppermangel" und der größer werdende Rentabilitätsverlust durch die erzwungene Standortveränderung in Richtung Rittwiese trugen zur Aufgabe der Billigheimer Institution bei. Seit dieser Zeit zieren die "geliebten" blauen Tonnen in unregelmäßigen Abständen das Dorfbild. Die Einnahmen aus der Altpapiersammlung werden durch die, in den 2010er Jahren etablierten, Schrottsammlung (Bringkonzept per Container) auf dem Sportheimparkplatz nur teilweise kompensiert. Bei der letzten Altpapiersammlung am zweiten Weihnachtsfeiertag 2024 konnte sich der Organisator Günter Scheurig kaum vor Helfern retten. Der Abschied fiel beim Grillfest in der alten Saunaküche dementsprechend feucht-fröhlich aus.
Die Zeit seit 2020
125 Jahre TSV und Corona-Zeit
Im Jahr 2020 blickte der TSV Billigheim auf 125 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Das Jubiläum war ein Anlass, die Entwicklung von der Gründung 1895 bis zur Gegenwart festzuhalten. Die geplanten Jubiläumsveranstaltungen mussten jedoch aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Für einen Verein, der vom Miteinander, von Veranstaltungen und vom Sportbetrieb lebt, war diese Zeit ein tiefer Einschnitt.
Training, Spiele, Hallensport, Feste und persönliche Begegnungen waren nur eingeschränkt oder zeitweise gar nicht möglich. Besonders Mannschaftssportarten wie Fußball und Basketball, aber auch Gymnastik- und Fitnessgruppen litten unter den Einschränkungen. Gleichzeitig zeigte diese Phase, wie wichtig gewachsene Strukturen und der Zusammenhalt der Mitglieder sind. Nach und nach kehrten Trainingsbetrieb, Spielbetrieb und Vereinsleben zurück.
Fußball 2024/25: der Weg zurück in die Landesliga
Nach den Corona-Jahren rückte besonders die Fußballabteilung wieder stark in den Mittelpunkt. Nachdem man in der Saison 2022/23 bereits gegen den VfB Sennfeld in der Relegation um die Landesliga, im Halfinale in Schefflenz nur knapp gescheitert war (3-2 Niederlage, beide TSV-Tore erzielte M.Derfuss), entwickelte sich die erste Mannschaft in der Saison 2024/25 weiter zu einem der Spitzenteams der Kreisliga Mosbach. Nach einer Phase der sportlichen Neuorientierung, Trainerentscheidungen und intensiver Arbeit im sportlichen Bereich erreichte der TSV als Vizemeister die Aufstiegsrelegation zur Landesliga Odenwald. Die Mannschaft beendete die Kreisliga-Saison mit 63 Punkten und 72:32 Toren. Das letzte Rundenspiel gegen den FC Freya Limbach gewann der TSV mit 2:0, die Tore erzielten Luca Durdevic und Marius Keller.
In der Relegation zeigte der TSV Billigheim seine ganze Stärke. Gegen die SpVgg Hainstadt gewann die Mannschaft mit 3:0. Die Tore erzielten Sebastian Bender, Luca Durdevic und Melwin Derfuss. Damit zog Billigheim in das entscheidende Relegationsfinale gegen den SV Pülfringen ein. Dieses Spiel wurde zu einem dramatischen Höhepunkt der jüngeren Vereinsgeschichte. Mit einem Last-Minute 4:3-Sieg machte der TSV den Aufstieg in die Landesliga Odenwald perfekt (Tore: L. Derfuss, J. Wörtmüller, V. Nentwich, M. Derfuss).
Der Aufstieg 2025 war mehr als ein sportlicher Erfolg. Er war ein Erfolg der Mannschaft, des Trainerteams, der Verantwortlichen, der Fans und des gesamten Umfelds. Nach vielen Jahren kehrte der TSV auf die Landesliga-Bühne zurück. Für den Verein, der schon in früheren Jahrzehnten Landesliga-Luft geschnuppert hatte, war dies ein emotionaler Moment und ein neues Kapitel.
Die Landesliga-Saison 2025/26
Mit dem Aufstieg begann eine neue Herausforderung. Die Landesliga Odenwald verlangte mehr Tempo, mehr körperliche Präsenz, mehr taktische Disziplin und mehr Konstanz. Die Mannschaft musste sich an stärkere Gegner, größere Aufmerksamkeit und höhere Anforderungen gewöhnen. Zur Landesliga-Saison wurde die sportliche Verantwortung mit Robin Heß und Thomas Geiger neu besetzt.
Die erste Landesliga-Saison war anspruchsvoll. Es gab gute Phasen, Rückschläge, enge Spiele und die Erkenntnis, dass auf diesem Niveau kleine Fehler schneller bestraft werden. Im Pokal gewann der TSV gegen Umpfertal, musste sich später aber dem SV Neunkirchen mit 1:2 geschlagen geben. In der Liga kämpfte die Mannschaft um jeden Punkt und zeigte besonders gegen Ende der Saison eine starke Reaktion.
Im Frühjahr 2026 kam es zu Veränderungen auf der Trainerposition. Zunächst endete die Zusammenarbeit mit Robin Heß, später auch mit Thomas Geiger. Interimistisch übernahmen Sven Berberich, Kai Bauer und Marvin Flad Verantwortung. In dieser Phase zeigte die Mannschaft große Moral und sammelte in sechs Spielen 14 Punkte. Am letzten Heimspieltag gab es ein 2:2 gegen Tauberbischofsheim, bei dem Palacino und Berberich für den TSV trafen.
Am Ende musste der Klassenerhalt erneut über die Relegation gesichert werden. Dort schrieb der TSV ein weiteres emotionales Kapitel. Nach den Spielen gegen den SC Oberschefflenz und den TuS Großrinderfeld stand der Verbleib in der Landesliga fest. Besonders das Finale gegen Großrinderfeld wurde vor mehr als 1.200 Zuschauern zu einem besonderen Ereignis. Mit einem 4:2-Erfolg hielt der TSV die Klasse. Luca Durdevic traf doppelt, auch Palacino gehörte zu den Torschützen. Die Unterstützung aus Billigheim und die freundschaftliche Verbindung zu den Piranhas aus Neckarelz machten diese Relegation zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Die zweite Mannschaft und strukturelle Fragen
Auch die zweite Mannschaft spielte in der jüngeren Vereinsarbeit eine wichtige Rolle. Die SpG Billigheim 2/Allfeld 2/Sulzbach 2 gewann in der Saison 2025/26 die Rückrundenstaffel der B-Klasse 2. Mit acht Siegen aus neun Spielen und einem Torverhältnis von 26:7 zeigte die Mannschaft eine starke Entwicklung. Betreut wurde sie von Niklas Hoffuri, Kapitän war Marius Kochendörfer.
Gleichzeitig blieb die Spielersituation angespannt. Deshalb führte der TSV intensive Gespräche über strukturelle Veränderungen. Die Gespräche sollen im Herbst und Winter 2026/27 fortgeführt werden, da stabile Strukturen für die zweite Mannschaft und den Unterbau des Herrenbereichs wichtig sind.
Die Saison 2026/27: Stabilisierung in der Landesliga
Zur Saison 2026/27 wurde die sportliche Verantwortung erneut geordnet. Marvin Flad übernahm erneut und vorrübergehend das Amt des Haupttrainers, Sebastian Eiffler unterstützte ihn als Co-Trainer. Beide stehen in einer unruhigen Phase für Identifikation, Nähe zum Verein und den Anspruch, den TSV in der Landesliga weiterzuentwickeln. Ziel ist es, die Mannschaft zu stabilisieren, junge Spieler einzubinden und möglichst früh Punkte für den Klassenerhalt zu sammeln.
Auch die Kapitänsstruktur wurde neu gewählt. Jannis Wörthmüller übernahm die Rolle als erster Kapitän, gefolgt von Sebastian Bender, Luca Göhl und Nicolas Holejko. Die bisherigen Kapitäne Patrick Buding und Melwin Derfuss gaben Verantwortung weiter. Dieser Wechsel steht beispielhaft für den Übergang innerhalb der Mannschaft: Erfahrung bleibt wichtig, zugleich sollen neue Führungsspieler Verantwortung übernehmen.
Vereinsleben und Organisation nach 2020
Auch außerhalb des Fußballplatzes entwickelte sich der TSV nach 2020 weiter. Veranstaltungen wie Sportfeste, Besenfeste, Jugendturniere, AH-Spiele, Basketballveranstaltungen und Generalversammlungen blieben wichtige Säulen des Vereinslebens. Das Sportfest 2026 mit 'Summer Fever', Jugendturnieren, AH-Spiel und besonderen Fußballformaten zeigte, dass der TSV weiterhin ein Verein ist, der sportliche und gesellschaftliche Begegnungen schafft.
Das Besenfest blieb ebenfalls ein wichtiger Bestandteil. Basketballspiele, Jugendfußball, Bambini- und F-Jugendturniere, AH-Programm und traditionelle Speisen zeigen, wie breit der Verein aufgestellt ist. Die Veranstaltungen sind zugleich ein Beispiel dafür, wie Hauptverein, Förderverein, Abteilungen und Helfer zusammenarbeiten.
Auch organisatorisch wurden Themen weiterentwickelt. Die Verantwortlichkeiten im Vorstand und in den Abteilungen wurden fortgeführt, die Öffentlichkeitsarbeit über Website, Gemeindeblatt und regionale Medien gepflegt, und Themen wie Jugendschutz und Safe Sport wurden stärker strukturiert. Für den TSV bedeutet moderne Vereinsarbeit nicht nur Ergebnisse zu liefern, sondern auch Verantwortung für Kinder, Jugendliche, Mitglieder und das gesellschaftliche Umfeld zu übernehmen.
Der TSV Billigheim heute und morgen
Heute steht der TSV Billigheim 1895 e.V. für eine lange Tradition und eine lebendige Gegenwart. Der Verein ist sportlich breit aufgestellt, gesellschaftlich fest verwurzelt und organisatorisch gefordert wie viele Vereine seiner Zeit. Fußball, Turnen, Basketball, Fitness, Gymnastik, Einradfahren, Jugendarbeit, Förderverein, Veranstaltungen und Ehrenamt bilden gemeinsam das Bild des TSV.
Die jüngsten Erfolge der Fußballabteilung haben den TSV sportlich wieder stärker sichtbar gemacht. Der Aufstieg in die Landesliga 2025 und der Klassenerhalt 2026 gehören zu den großen Ereignissen der jüngeren Vereinsgeschichte. Gleichzeitig bleibt der Verein mehr als seine erste Mannschaft. Gerade die Breite des Angebots, die Arbeit im Hintergrund und die vielen Menschen, die sich einbringen, machen den TSV aus.
Die Zukunft des Vereins wird davon abhängen, ob es gelingt, Tradition und Veränderung weiterhin miteinander zu verbinden. Jugend gewinnen, Ehrenamt stärken, Sportangebote erhalten, Infrastruktur pflegen, Vereinsfeste sichern, Kooperationen nutzen und neue Menschen für Verantwortung begeistern - das sind die Aufgaben der kommenden Jahre.
Der TSV Billigheim ist nicht nur ein Sportverein. Er ist ein Stück Heimat. Er verbindet Generationen, schafft Erinnerungen und gibt Menschen einen Ort, an dem sie gemeinsam etwas bewegen können. Seit 1895 steht der TSV für Blau und Weiß, für Sport und Gemeinschaft, für Erfolge und Rückschläge, für Arbeit und Freude, für Menschen, die anpacken und weitermachen.
Die Geschichte des TSV beginnt mit 21 Männern im Gasthaus 'Württemberger Hof'. Sie führt über Turnfeste, Kriegsunterbrechungen, Wiedergründung, Sportplatzbau, Halleneinweihung, Basketballgründung, Sportheimbau, Jubiläen, Aufstiege, Relegationen, Jugendspielgemeinschaften, Förderverein, Fitnessgruppen, Altpapiersammlung und unzählige ehrenamtliche Stunden bis in die Gegenwart.
Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.
Sie wird weitergeschrieben - von allen, die heute und morgen Teil des TSV Billigheim sind.
